Jede Pole-Reise beginnt anders – und für Elaine begann alles eigentlich mit Hip-Hop. Vor ein paar Jahren suchte sie nach einem Tanzkurs in ihrer Nähe und stieß dabei auf Gravity Arts. Der Hip-Hop-Kurs wurde zwar schließlich abgesagt, aber aus Neugier probierte sie etwas völlig Neues: Pole. Gemeinsam mit ihrer Freundin Marrian meldete sie sich zu einer Probestunde bei Sheila an – und es war Liebe auf den ersten Spin.
Warum Pole?
Elaine hatte einen sehr praktischen Grund, dabeizubleiben. Mit fast 50 und dem Bewusstsein, dass ihr Osteoporose-Risiko steigt, wollte sie in ihre Kraft investieren – doch das klassische Fitnessstudio hat sie nie motiviert. Pole schien eine spannende, spaßige Alternative zu sein. Ironischerweise haben ihre Pole-Ziele sie dann doch ins Fitnessstudio gebracht – inzwischen trainiert sie dort regelmäßig mit Gewichten, um ihren Pole-Fortschritt zu unterstützen.
Pole Dance in jedem Alter
Wie viele, die später anfangen, denkt auch Elaine manchmal darüber nach, wie es gewesen wäre, schon mit 20 zu starten. Gleichzeitig weiß sie: In dem Alter hätte sie sich wahrscheinlich gar nicht getraut, auf den Pole zu klettern oder sich auf den Kopf zu stellen. Heute ist daher genau der richtige Zeitpunkt.
Sie sagt:„Eines meiner liebsten Dinge daran, eine ‚ältere‘ Polerin zu sein, ist, dass ich mein eigenes Tempo bestimmen kann, etwas loslasse, wenn es nicht funktioniert, und mich von Herzen für meine Pole-Schwestern freue. Alles, was ich erreiche, fühlt sich wie ein Geschenk an.“
Genau diese Einstellung ist ihre größte Stärke geworden – sie feiert jeden noch so kleinen Erfolg und feuert alle anderen genauso leidenschaftlich an.
Von Ballett zu Pole Dance
Elaine hat 15 Jahre Ballett-Erfahrung, und auch wenn sie sagt, dass ihr das nicht unbedingt beim Erlernen neuer Tricks geholfen hat, prägt es ihren Stil. Ihre natürliche Fußstreckung und ihr Auge für saubere Linien lassen ihre Moves besonders elegant wirken. Für Elaine hat Ballett nicht die Türen zum Pole geöffnet – aber es sorgt dafür, dass ihre Tricks strahlen, sobald sie sie einmal kann.
Die Herausforderung & das „Klick“-Gefühl
Als erfahrene Tänzerin war Elaine es gewohnt, Bewegungen schnell zu lernen. Pole stellte alles auf den Kopf – vieles fiel ihr schwer, manches wollte lange nicht klappen. Aber genau darin fand sie etwas unglaublich Befriedigendes: die Klick-Momente.
Diese Momente, in denen nach unzähligen Versuchen plötzlich alles passt – der erste Jasmine, der erste Chopper, der erste schöne Shape. Für Elaine sind es genau diese Siege, die Pole so besonders machen.
Ganz ehrlich: Die Struggles
Natürlich hat auch Elaine ihre Herausforderungen: die Angst vor dem Fallen, ihr langer Oberkörper mit kurzen Armen (Supergirl bleibt ihr ewiger Erzfeind!), trockene Haut im Winter, rutschige Oberschenkel und Kniekehlen im Sommer – und das manchmal etwas komische Gefühl, wenn ihre Uni-Studierenden zufällig im gleichen Kurs sind.
Die Freuden
Trotzdem ist ihre Liste der Lieblingsmomente lang: Schöne Shapes im Spin, auf YouTube oder Insta nach neuen Splits-Tricks stöbern, alles, was viel Beinkraft braucht und heimlich kleine Nachrichten auf den Videos ihrer Freundinnen hinterlassen
Vor allem aber liebt sie die Community bei Gravity Arts – die gemeinsamen Erfolge, die gegenseitige Unterstützung und die Freude am Weg selbst.